Versand der Abfallgebührenbescheide

Mittwoch, 23. Februar 2022 Lesedauer 1:31 Minuten

Ab dem 1. März 2022 erhalten alle Haushalte, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen ihren Abfallgebührenbescheid für das Jahr 2022.

Aus ihm gehen wie gewohnt sowohl die aktuellen Gebühren hervor als auch die Verrechnung des Vorjahres. Im ersten Teil des Gebührenbescheides, der Endabrechnung für das Jahr 2021, „werden die Vorauszahlungen für die Rest- und Biotonne mit den tatsächlichen Entleerungen verrechnet sowie wenn notwendig weitere Veränderungen bei der Personenanzahl berücksichtigt. Diese Daten dienen anschließend als Grundlage für die diesjährigen Abfallgebühren“, erklärt der Leiter des Kundendienstes, Thomas Frahm.

Gebühren bleiben stabil

Sichere Entsorgung bei stabilen Abfallgebühren – so lässt sich das vergangene Jahr für den AEV beschreiben. „Trotz der Corona-Pandemie gab es im letzten Jahr keine Einschränkungen bei der Entleerung der Entsorgungsbehälter. Sämtliche Sperrmüll- und Schadstofftouren wurden planmäßig durchgeführt, zudem war die Abgabe von Abfällen auf den Wertstoffhöfen unter Corona-Auflagen möglich“, zieht Verbandsvorsteher Dr. Bernd Dutschmann ein Fazit. Auch wirtschaftlich ist der kommunale Entsorger stabil aufgestellt. Für 2022 bleiben die Abfallgebühren unverändert.

Gebührenbescheid prüfen

Erfahrungsgemäß kommt es in den ersten Tagen nach dem Versand der Gebührenbescheide vermehrt zu telefonischen Rückfragen. Das ist kein Problem, sondern sogar gewünscht, da alle Bürgerinnen und Bürger dazu angehalten werden, ihren Bescheid sorgfältig zu überprüfen. Der AEV bittet aber um Verständnis, wenn die Telefonleitungen häufiger als gewohnt besetzt sind und es zu Wartezeiten bei Nachfragen kommt. Für diesen Fall hat der AEV nachfolgend die häufigsten Fragen zum Gebührenbescheid bereits gebündelt und beantwortet.

Es ist aber auch möglich individuelle Fragen per E-Mail zu klären. 

Unser Kundendienst ist für Sie erreichbar: 
kundendienst (at) schwarze-elster.de oder über das Servicetelefon unter 0 35 74 - 46 77 0

Bild Gebührenbescheid 2022 Kopie.
Die Gebührenbescheide für das Jahr 2022 werden ab 1. März zugestellt. Der AEV bittet alle Bürgerinnen und Bürger ihre Gebührenbescheide in Ruhe zu prüfen. Bei Fragen steht der Kundendienst gern zur Verfügung. Foto: AEV/Björn Naumann

Fragen und Antworten zum Gebührenbescheid 2022

Wie hoch ist die Festgebühr pro Person und Jahr?

Die Festgebühr beträgt monatlich pro Person 2,99 €, pro Jahr sind das 35,88 €. Die Berechnung der Festgebühr erfolgt auf Basis der Daten des Einwohnermeldeamtes zum Stichtag 1. Januar und ist damit von der Anzahl der mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldeten Personen auf dem betreffenden Grundstück abhängig. Kommt es zu Ab- oder Anmeldungen im laufenden Jahr, findet eine monatsgenaue Berechnung statt.

Was beinhaltet die Festgebühr pro Person und Jahr?

Die Festgebühr für die Wohngrundstücke wird erhoben für:

·         die Vorhalteleistungen und die Leistungen für die Entsorgung (Erfassung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung) von:

·         gemischten Siedlungsabfällen und biologisch abbaubaren Abfällen sowie Weihnachtsbäumen und illegal abgelagerten Abfällen

·         Sperrmüll, Elektroaltgeräte und Abfällen aus Metall sowie gefährlichen Abfällen in haushaltsüblichen Mengen

·         Altpapier/Pappe, soweit diese nicht von den Systembetreibern erfasst werden

·         die Betreibung von Wertstoffhöfen

·         die Verwaltungsleistungen, die Abfallberatung und die Öffentlichkeitsarbeit

Wie wird die Personenzahl ermittelt?

Der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster ermittelt gemäß § 5 der Abfallgebührensatzung die Personenanzahl zur Erhebung der Festgebühr der Grundstücke auf der Grundlage von amtlichen Einwohnermeldedaten (Haupt- oder Nebenwohnung).

Kann ich bei den Abfallgebühren sparen?

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann aktiv seine Abfallgebühren reduzieren, indem jeder möglichst wenig Abfall produziert und auf die richtige Trennung achtet.

Sind die Abfallgebühren des AEV mit anderen Landkreise(n) oder Zweckverbände(n) vergleichbar?

Ein Vergleich von zwei Abfallgebührenbescheiden aus unterschiedlichen Zweckverbänden ist nicht sinnvoll, da sich die einzelnen Positionen des Bescheides in jedem Zweckverband unterschiedlich zusammensetzen. Es fehlt an einem seriös anwendbaren Vergleichsmaßstab insbesondere für folgende Kriterien:

  • Größe, Zuschnitt, Einwohnerzahl und Siedlungsstruktur des Landkreises / der Stadt
  • Gebührenmodell (z.B. all-inclusive-Gebühr oder fraktionsabhängige Einzelgebühren) und Gebührenmaßstab (z.B. Restabfallbehältergröße oder Anzahl der Leerungen)
  • Ausgestaltung und Umfang der Serviceleistungen
  • Anzahl, Ausbauzustand und Annahmespektrum von Entsorgungseinrichtungen wie z.B. Wertstoffhöfe, Deponien, Kompostieranlagen
Was steckt in den Leistungsgebühren? 

Die Leistungsgebühr beinhaltet die Kosten für die Entsorgung der gemischten Siedlungsabfälle, der biologisch abbaubaren Abfälle und bei nicht bewohnten Grundstücken der Papierabfälle.

Wie erfolgt die Berechnung der Leistungsgebühr?

Restabfall:
Die Berechnung der Leistungsgebühr ist wie in den Vorjahren unverändert. Im ersten Schritt wird die vorausgezahlte Pauschale für die Leerungen der Restabfallbehälter mit der tatsächlichen Anzahl der Leerungen des Vorjahres verrechnet. Anschließend dient diese Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der vorauszuzahlenden Pauschale für das aktuelle Jahr. Ob eine Mindestleerungsmenge zusätzlich berechnet wird, ist von der tatsächlich abgegebenen Restabfallmenge sowie von der Anzahl der auf dem Grundstück gemeldeten Personen abhängig und wird im Abfallgebührenbescheid detailliert dargestellt. Das Mindestleerungsvolumen umfasst drei Liter pro Person und Woche.

Bioabfall:
Die Leistungsgebühr für die Biotonne wird an Hand der Leerungen des Abfallbehälters berechnet. Für die Biotonne sind Vorauszahlungen zu leisten, die im Folgejahr wie beim Restabfallbehälter mit den tatsächlichen Entleerungen verrechnet werden.

Was ist bei der Verrechnung und Vorauszahlung der Leistungsgebühr zu beachten?

Neben der Festgebühr berechnet der AEV eine Leistungsgebühr bzw. eine Schüttgebühr. Im ersten Teil des Abfallgebührenbescheids findet eine Verrechnung der vorausgezahlten Pauschale mit der tatsächlichen Leerungsanzahl des Vorjahres statt. Des Weiteren dient diese Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der vorauszuzahlenden Pauschale für das laufende Jahr.

Was ist das Mindestentleerungsvolumen?

Da in jedem Haushalt Abfall entsteht, setzt der AEV eine minimale Mindestmenge pro Person und Jahr an, die entsorgt werden muss. Dies nennt man Mindestentleerungsvolumen. Es beträgt 156 Liter pro mit Haupt- oder Nebensitz gemeldeter Person und Jahr.
Die angesetzte Mindestmenge ist ein Durchschnittswert, den eine Person erreichen kann, ohne dass sie illegal Abfall entsorgt. Besonders atypische Lebensweisen und Konsumgewohnheiten werden bei diesem pauschalen Ansatz nicht berücksichtigt.

Damit soll ein naheliegendes Ausweichverhalten der kostenpflichtigen Entsorgungsleistungen (Rest- und Bioabfall) zu den kostenfreien Sammelsystemen (Papier-, Verpackungs-, Bioabfall und Sperrmüll) verhindert und die Qualität der getrennt zu sammelnden Abfälle verbessert werden.

Bezahle ich mit meinen Abfallgebühren auch die Entsorgung der Verpackungsabfälle (gelbe Tonne)?

Nein. Über die gelbe Tonne werden Verkaufsverpackungen (nicht Verkaufsabfälle) entsorgt. Die Leerung der gelben Tonne und die Entsorgung der Verpackungen werden ausschließlich über die Verkaufspreise der Produkte finanziert. Es handelt sich dabei gemäß dem Verpackungsgesetz um ein vollständig privatwirtschaftlich organisiertes und finanziertes Entsorgungssystem.

Wie kann ich die Abfallgebühren bezahlen?

Per Überweisung
Damit Ihre Zahlung dem richtigen Kundenkonto zugeordnet werden kann, geben Sie bitte die aufgeführte Kunden-Referenznummer im Verwendungszweck an.

Per Girocode
Der QR- oder Giro-Code auf dem Abfallgebührenbescheid erleichtert für beide Seiten die Überweisung. Mit der neuen Funktion „QR-Code einlesen“ in Ihrer Mobile-Banking-App oder bei diversen Sparkassen und Banken sowie auch am SB-Terminal scannen Sie einfach nur den Girocode. Dadurch werden automatisch alle Daten in das Überweisungsformular übertragen: Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck. Sie geben anschließend nur noch Ihre Überweisung wie gewohnt mit einer TAN frei.

Per SEPA-Lastschriftmandat
Einfacher und bequemer kann die Zahlung durch die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats beim AEV erfolgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: die lästige Terminüberwachung für die Raten der Abfallgebühren entfällt, die Zahlungen erfolgen immer pünktlich und deren Zuordnung durch die Mandatsreferenznummer erfolgt fehlerfrei. Für die Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats beim AEV liegt dem aktuellen Abfallgebührenbescheid ein Vordruck bei, der ausgefüllt an den AEV per Post geschickt werden kann. Alternativ kann das folgende Formular heruntergeladen werden.

Wie kann ich eine Ermäßigung beantragen?

Auf schriftlichen Antrag kann die Grund- und/oder Mindestentleerungsgebühr für Personen, die mehr als sechs aufeinander folgende Monate von ihrem Haupt- /Nebenwohnsitz, insbesondere aus Gründen des Berufes, der Ausbildung, des Studiums, des Wehr- und Ersatzdienstes abwesend sind, ermäßigt werden. Diese Anträge sind unter Vorlage geeigneter aktueller Nachweise hinsichtlich der Abwesenheit jährlich neu bis zum 10. Februar beim Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster, Hüttenstraße 1 c, 01979 Lauchhammer einzureichen.

Wie kann ich einen Nachweis über die abgerechneten Leerungen erhalten?

Falls Sie Zweifel an der Anzahl der abgerechneten Leerungen für den Restabfallbehälter oder der Biotonne haben, übersenden wir Ihnen einen Einzelleerungsnachweis. Nutzen Sie dazu die E-Mail-Adresse des Kundendienstes: kundendienst (at) schwarze-elster.de oder unser Servicetelefon unter 0 35 74 46 77 0.

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